Ute Liebhard
Ute Liebhard

Was ist Resilienz?

Resilienz (von lateinisch resilire, zurückspringen‚ abprallen) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Resilienz ist das Vermögen einer Person oder eines sozialen Systems (z.B. Familie), sich trotz schwieriger Lebensbedingungen auf sozial akzeptiertem Wege gut zu entwickeln. Dieses Vermögen umfasst den Widerstand gegen die Zerstörung der eigenen Integrität, Unbescholtenheit, Unverletzlichkeit, Unbestechlichkeit unter äußerem Druck und den Aufbau eines positiven Lebens unter widrigen Umständen.

Grundsätzlich: „Resilienz ist der Wille zu überleben.“

Merkmale von Resilienz:

Eine Metapher für eine resiliente Person ist die des Stehaufmännchens. Sie lassen sich nicht von Krisen, widrigen Lebensumständen oder Schicksalsschlägen unterkriegen.

  • In Krisen reagieren sie flexibel, wobei andere sich als hilflos und handlungsunfähig fühlen.
  • Belastungen werden eher als Herausforderung und nicht als Problem gesehen.

Resilienz kann mit der Zeit und unter verschiedenen Umständen variieren. Kein Mensch ist immer gleich widerstandsfähig.

Auch in schwierigen Zeiten wie z.B. Trennung, Kündigung oder Zeitdruck bleiben resiliente Menschen gesund.

Welche Faktoren sind daran beteiligt um seine Resilienz aufzubauen?

Die Wurzeln für die Entwicklung von Resilienz liegen einerseits in der Person des Menschen, andererseits in seiner Lebensumwelt.

Die Grundsteine für die seelische Widerstandsfähigkeit werden in der frühen Kindheit gelegt und erklärt warum manche Menschen resilienter sind als andere. Erfreulicherweise können wir als Erwachsener unsere seelische Widerstandskraft schrittweise aufbauen und stärken.

„Wenn man alles, was einem begegnet, als Möglichkeit zu innerem Wachstum ansieht, gewinnt man innere Stärke.“ Milarepa, Tibetischer Meditationsmeister (1052 – 1135)

Die World Health Organization definiert 1994, die Psychosoziale Gesundheit, „life skills“, als Lebenskompetenzen folgender maßen:

  • Selbstwahrnehmung
  • Empathie
  • Kreatives Denken
  • Kritisches Denken
  • Fähigkeit, Entscheidung treffen zu können
  • Problemlösefähigkeiten
  • Effektive Kommunikationsfähigkeit
  • Interpersonale Beziehungsfertigkeiten
  • Gefühlsbewältigung
  • Stressbewältigung

(WHO 1994, übersetzt von Bühler/Heppekausen 2005).

Dies sind alles Aspekte für eine resiliente Persönlichkeit.

Leitsätze zu den sieben Resilienzschlüsseln:

1. Akzeptanz:

Das was geschieht ist ein Teil von meinem Leben, und dies nehme ich an. Denn Leben ist Wandel und ich gehe zuversichtlich mit schwierigen Situationen um.

2. Optimismus:

Das was in meinem Leben geschieht ist nicht statisch und ich vertraue darauf, dass es besser wird.

3. Lösungsorientierung:

Um mein Leben selbstbestimmt zu gestalten suche ich Lösungen und werde aktiv.

4. Selbstwirksamkeit:

Mir ist bewusst, dass ich Einfluss auf mein Leben nehmen kann. Krisen und Probleme kann ich selbständig lösen.

5. Verantwortung:

Mir ist meine Verantwortung im eigenen Handeln klar und erkenne wo die Verantwortung bei anderen liegt.

6. Netzwerkorientierung:

Resiliente Menschen bauen Freundschaften auf und nehmen Unterstützung in schwierigen Situationen an.

7. Zukunftsorientierung:

Ich kann gut für mich sorgen und überlege mir meine Schritte für meine private und berufliche Zukunft.


7 Resilienzschlüssel für persönliche Resilienz im Unternehmen:

1. Akzeptanz:

Für ein funktionierendes Team und effektives Arbeiten braucht es Akzeptanz. Nicht immer sind wir mit allem einverstanden was an Anforderungen gestellt werden, auch wenn sie auf jeden Fall zu erfüllen sind.

2. Optimismus:

In schwierigen Situationen ist das Vertrauen darin, dass es leichter wird notwendig um die Arbeit mit Schwung und positiver Haltung anzugehen.

3. Lösungsorientierung:

Herausforderungen im Unternehmen sind im allgemeinen lösbar. Mit der Einstellung, dass es für alles eine Lösung gibt, kann ein Team kreativ, lösungsorientiert und positiv an Probleme herangehen.

4. Selbstwirksamkeit:

Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit sind meistens gut organisiert, und wissen wo ihre Grenzen sind und können dies klar kommunizieren.

5. Verantwortung:

Resiliente Mitarbeiter/Innen lernen aus ihren Fehlern, und nehmen für ihre Weiterentwicklung Verantwortung in die Hand.

6. Netzwerkorientierung:

Als Mitarbeiter/In steigt die Teamfähigkeit wenn man offen in Kontakt kommen kann, sich Zeit zum Austausch nimmt und so positive Kontakte im Team knüpft.

7. Zukunftsorientierung:

Ein Unternehmen lebt von Mitarbeiter/Innen die Ziele setzen und Visionen entwickeln können. Durch eine sinnvolle Planung und Einbeziehen der möglichen Risiken kann ein Team sich auf alle Eventualitäten pro-aktiv einstellen.


Was kann ein Resilientraining für Ihre Firma leisten?

  • Aufbau der Handlungskompetenz Ihrer Belegschaft auch in unsicheren Zeiten
  • präventiv dem Burnout vorbeugen
  • die Ressourcen der einzelnen Mitarbeiter/Innen kennen lernen und Handlungsideen für ihre persönliche Aktivierung und Weiterentwicklung geben.



Lösungsorientiert Resilienz, lösungsorientiert, Problemfindung, optimistisch